ZEIT FÜR IHRE SICHERHEIT


Tunnelwartung – Zeit für Ihre Sicherheit

 

Alle zwei Jahre muss ein Auto zum TÜV, ein Lkw einmal im Jahr. Bei einem Straßentunnel, den im Jahr mehrere tausend Autos befahren, ist eine regelmäßige Überprüfung besonders wichtig: Zweimal im Jahr müssen deshalb Straßentunnel in Deutschland gewartet werden.

Neben den turnusgemäßen Wartungsarbeiten, die u.a. das Reinigen der Tunnelwände und das Spülen der Entwässerungsanlagen umfassen, werden beim Tunnel-Check auch alle sicherheitstechnischen Tunneleinrichtungen wie die Notruf- und Lautsprecheranlage sowie das Brandmeldesystem kontrolliert: Bei einem größeren Unfall oder Brand wird per Durchsage auf die Notausgänge und die Fluchttreppe in Deggendorf sowie den Fluchttunnel in Regen hingewiesen. Schranken machen eine Einfahrt im Gefahrenfall sofort unmöglich. Kontrolliert und gereinigt werden auch die Be- und Entlüftungsanlagen: Im Normalbetrieb sorgen die großen Lüfter an den Tunneldecken für die Frischluftversorgung, im Brandfall muss die Anlage zusätzlich Rauch und Wärme abführen.

Fragen und Antworten zur Tunnelwartung

Wie oft wird der Tunnel gewartet?

Der Tunnel muss zweimal im Jahr überprüft, gewartet und gewaschen werden – einmal im Frühling und einmal im Herbst. Grundlage dafür sind in Deutschland die „Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln“. Dank dieser Richtlinien sind Deutschlands Straßentunnel die sichersten der Welt.

Vergleichen lassen sich die regelmäßigen Tunnelwartungen mit den TÜV-Kontrollen am Auto: Auch diese sind alle zwei Jahre erforderlich. Wenn zwischen zwei TÜV-Terminen zum Beispiel der Auspuff repariert oder die Stoßdämpfer ausgetauscht werden müssen, lässt sich das Intervall zur nächsten Hauptuntersuchung auch nicht beliebig verlängern.

Warum dauert die Sperrung so lange?

Bei der turnusgemäßen Wartung sind viele Arbeiten zu erledigen. So werden beim Tunnel-Check alle sicherheitstechnischen Tunneleinrichtungen wie die Notruf- und Lautsprecheranlage sowie das Brandmeldesystem kontrolliert: Bei einem größeren Unfall oder Brand wird per Durchsage auf die Notausgänge und die Fluchttreppe hingewiesen. Schranken machen eine Einfahrt im Gefahrenfall sofort unmöglich.

Kontrolliert und gereinigt werden auch die Be- und Entlüftungsanlagen: Im Normalbetrieb sorgen die großen Lüfter an den Tunneldecken für die Frischluftversorgung, im Brandfall muss die Anlage zusätzlich Rauch und Wärme abführen. Zur Wartung und Überprüfung der gesamten Betriebsausstattung in den beiden Einhausungen und zur kompletten Reinigung der Wände und Entwässerungsanlagen einschließlich Pumpstationen sind Sperrungen erforderlich.

Warum sieht man nur so wenige Arbeiter?

Die Arbeiten finden in den Tunnelröhren statt. Wegen der jeweiligen Sperrungen können Autofahrer die Arbeiter gar nicht sehen.

Organisatorisch, personaltechnisch und arbeitsrechtlich ist es unmöglich, alle beteiligten Arbeiter gleichzeitig einzusetzen. Auch in einem gesperrten Tunnel brauchen die Arbeiter Platz für Fahrzeuge und Geräte. Daher gibt es einen genauen Zeitplan, nach dem die verschiedenen Fachfirmen ihre Arbeiten erledigen. Gearbeitet wird jedoch rund um die Uhr, um die Sperrzeit so kurz wie möglich zu halten.

Kann man das nicht in der Nacht machen?

Wir arbeiten, soweit es möglich ist, mit Nachtsperrungen: So ist der Süd-Tunnel in Fahrtrichtung Rusel bzw. Bayerisch Eisenstein nur in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gesperrt, in Fahrtrichtung München nur in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag.

Im Nordtunnel lässt sich eine Vollsperrung über nahezu den gesamten Wartungszeitraum allerdings nicht vermeiden: Um dem Schutz der Arbeiter gerecht zu werden, sollen in einröhrigen Tunneln keine Arbeiten unter Verkehr ausgeführt werden. Zudem führt die größere Länge des Nord-Tunnels zu höheren Sicherheitsanforderungen, wodurch mehr Technik im Tunnel benötigt wird. Das bringt wiederum einen höheren Wartungsaufwand und eine längere Wartungsdauer mit sich.

Warum findet die Wartung nicht in den Ferien statt?

Eine auf Tunnelwartungen spezialisierte Fachfirma leitet die Wartungen in Deggendorf und Regen. Sie muss sich dafür mit Fachfirmen aus der Region abstimmen, die bei der Wartung in den Tunnelröhren Hand in Hand arbeiten. Dies muss sehr frühzeitig koordiniert werden, dafür hat sich ein fester Termin Anfang April bzw. Anfang Oktober bewährt. Dem Wunsch, die Wartung zum Beispiel in die Osterferien zu verlegen, kann so allerdings nur manchmal entsprochen werden, da Ostern nicht an einem festen Termin gefeiert wird und somit auch der Zeitpunkt der Osterferien wechselt.

Allgemein können die Wartungen aus temperaturtechnischen Gründen und wegen des Winterdienstes, bei dem die Straßenmeistereien gebunden sind, nicht im Winter ausgeführt werden. So steht im Frühjahr ein Zeitraum von März bis Mai und im Herbst ein Zeitraum von Ende August bis Oktober zur Verfügung, um halbwegs den 6-monatigen Abstand zwischen zwei Wartungen zu garantieren. Weniger Wartungen bzw. längere Wartungsabstände würden mehr kurzfristige Sperrungen bedeuten.