Abschnitt 5 – zwischen Mühlen und Weiherhäuser

AUSGLEICHSMASSNAHMEN

A1 Umwandlung von Nadelforsten in Laubmischwälder

Die Umwandlung soll durch Auflichtung und Unterpflanzung erfolgen. Die Artenauswahl erfolgt standortbezogen in Absprache mit dem Forstamt und der unteren Naturschutzbehörde.

A4 Bachrenaturierung

Der zu renaturierende Bachabschnitt wird durch Initialmaßnahmen (Einbringen von Störsteinen etc.) nach gewässerökologischen Kriterien durch wechselnde Breite, Tiefe und wechselndes Gefälle naturnah neu gestaltet. Das starke Gefälle im ausgebauten Abschnitt auf der Ostseite der Straße wird durch eine Abfolge von Gumpen und Schnellen abgebaut. Zusätzlich ist eine gruppenweise Pflanzung von Schwarzerlen vorzusehen. Die randlichen Flächen können der natürlichen Entwicklung überlassen werden.

Die Umsetzbarkeit der dargestellten Ausgleichsflächen kann im Einzelfall – je nach Eigentumsverhältnissen – variieren. In den Plänen ist der Optimalfall eingezeichnet.

MASSNAHMEN ZUR GESTALTUNG DES STRASSENRAUMES

G1 Bankette

Zur Herstellung von Straßenbanketten mit hoher Tragfähigkeit zur Gewährleistung einer bestmöglichen Verkehrssicherheit und zur Geringhaltungdes künftigen Pflegeaufwands erfolgen auf den Straßenbanketten kein Oberbodenauftrag und keine Ansaat. Zulassen einer Selbstbegrünung.

G2 Entwässerungsmulden

Die Entwässerungsmulden werden mit Oberboden angedeckt und mit autochthonem Saatgut angesät. 

G4 Böschungen ohne flächige Gehölzpflanzungen

Aus Gründen der Böschungsstabilisierung werden die Böschungen grundsätzlich mit Oberboden angedeckt und angesät. Die Ansaat erfolgt grundsätzlich mit autochthonem Saatgut, wenn damit die gleiche Stabilisierung wie mit einer Regelsaatgutmischung (RSM) erreicht werden kann. 

G5 Flächige Gehölzpflanzungen auf Böschungen

Damm- und Einschnittsböschungen, die zur Einbindung der Straße in die Landschaft flächig bepflanzt werden sollen, werden mit Oberboden angedeckt und angesät. Die flächige Gehölzpflanzung erfolgt mehrreihig (mindestens 3-reihig) im Dreiecksverband (1,0 m x 1,5 m) und in einer Gruppenbildung von 3-5 Stück pro Art. 

G6 Pflanzung von Einzelbäumen/Baumreihen

Pflanzung von den Straßenraum optisch einfassende Großbäumen, u.a. in Bereichen, in denen ein Erhalt landschaftsbildprägender Bäumenicht möglich ist.

G7 Gestaltung der Geländeauffüllungen

Landschaftsgerechte Gestaltung der Geländeauffüllungen hinsichtlich der Höhe der Ablagerungen. Die Geländeauffüllungen werden entsprechend ihrer früheren Nutzung rekultiviert.

G8 Landschaftsgerechte Gestaltung von Fließgewässern

Die Bachabschnitte, in die eingegriffen werden muss, werden nach gewässerökologischen Kriterien durch wechselnde Breite, Tiefe und wechselndes Gefälle ohne Laufverkürzung naturnah neu gestaltet. Zur schnelleren und gezielten Entwicklung der Flächen ist die Einbringung von Aushubmaterial mit austriebsfähigen Pflanzenteilen und Samen aus dem ursprünglichen Gewässerabschnitt anzustreben. Zusätzlich ist eine gruppenweise Pflanzung von Schwarzerlen vorzusehen.

MINIMIERUNGSMASSNAHMEN

M1 Verbesserung der Durchlässigkeit von Querungsbauwerken

Durch Anlage grösserer Durchlässe wird die biologische Durchgängigkeit im Bereich von Gewässerquerungen sowohl für aquatische als auch terrestrische Arten verbessert.

M3 Regenrückhaltebecken

Durch Anlage von Regenrückhaltebecken mit Ölabscheidern werden Belastungen der Vorfluter sowie Abflußspitzen gemindert.

SPEZIELLE SCHUTZMASSNAHMEN

S2 Anlage von Abfanggräben an den Geländeauffüllungen

Die Anlage von Abfanggräben und Sedimentfängen erfolgt am Rand der Geländeauffüllungen und verhindert Bodenabschwemmungen in angrenzende Bereiche.